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Lockperlen
Seitenarm
Wirbel
Haken
Beifänger
Monoflie Schnur
Brandungsblei

Paternostersysteme in Eigenarbeit

Wir werden oft gefragt, welche Meeressysteme wir zum Brandungsangeln verwenden.
Eines vorweg: wir fertigen uns eigene Systeme an.
Das soll nicht heißen, dass Komplettsysteme mit den unterschiedlichsten Kunstködern aus Angelgeschäften schlecht sind, aber unsere Systeme sind weitaus kostengünstiger!
Ein weiterer Grund ist, dass wir in erster Linie mit Wattwürmer angeln und dafür gibt es wenige Komplettsysteme.
Im Prinzip kommen zwei Grundsysteme zum Einsatz: Tagsysteme und Nachtsysteme

Die Einzelteile

Foto 1 — Seitenarme
Edelstahl-Seitenarme von Zebco, erhältlich
in 7 und 12 cm Länge.
Wir verwenden die 7 cm Variante.
Es gibt auch diverse Kunststoff-Seitenarme, die wir aber nicht nutzen.
Foto 2 — Lockperlen
Wir verwenden Lockperlen mit 6 bis 8 mm Durchmesser. Für das Angeln bei Tageslicht kommen gelbe und rote Perlen sowie "Weihnachtskugeln" zum Einsatz.
Für die Nachtangelei verwenden wir vorwiegend weiße, grüne und blaue Leuchtperlen. Auch eine Kombination aus Leuchtperlen und "Weihnachtskugeln" sind eine gute Wahl.
Foto 3 — Haken
Für Aal und Dorsch
Wattwurm-Haken 1/0 mit Öhr, Widerhaken am Schenkel, 3,5 cm lang
Für Scharben und Butt
Butt-Haken 1/0 bis 4/0 mit Öhr, Carbon-Stahl, 3,8 und 3,4 cm lang
Foto 4 — Wirbel
Seewirbel mit einer hohen Tragkraft (ca. 30 kg) und kleinere Wirbel mit einer Tragkraft von mindestens 15 kg.
Foto 5 — Schnur
Monofile Meeresschnur 0,40 mm mit einer Tragkraft ab 11 kg und höher.
Einige schwören auf Keulenschnürre.
Foto 6 — Brandungsblei
Vom Ufer aus angeln wir mit 150 Gramm Brandungsblei (Sechskant- oder Noppenblei). Für die Bootsangelei reichen 60 bis 120 Gramm Wurfgewicht, je nach Strömungsverhältnissen.
Foto 7 — Beifänger
Wenn es auf Wattwurm, Heringsfetzen, usw. nicht beißt, dann versucht es mal mit Kunst-
köder. Es gibt die verschiedensten Köder in den verrücktesten Farben und Formen — einfach mal ausprobieren.

Tipps

Brandungsblei
Wir haben festgestellt, dass Bleie mit einem Wirbel längst nicht so lange halten wie Brandungsbleie mit einer starren Öse. Die Gründe hierfür sind vielfältig: Aggressives Seewasser, die enorme Belastung beim Auswerfen und die ständige Reibung am Meeresgrund sowie am steinigen Ufer.
Dann gibt es auch noch Krallenbleie — diese "verankern" sich regelrecht im Watt. Meeresschnur
Einige schwören auf sogenannte "Keulenschüre". Diese sind erheblich teurer als normale monofile Meeresschnüre. Wie beim Brandungsblei werden auch die ersten 20 - 30 m der Angelschnur stark belastet. Darum muss man auch von Zeit zu Zeit einige Meter von der Rolle abschneiden. Das macht bei "Keulenschnüre" natürlich keinen Sinn. Auch geflochtene Meeresschnüre sind teurer als monofile Schnüre. Sie halten zwar mehr aus, sind aber letzten Endes zu starr.
Fazit: Günstige monofile Meeresschnur reicht vollkommen aus!
Wirbel
Für die Verbindung zwischen Schnur und Brandungsblei verwenden wir starke Seewirbel. Eben aufgund der ernormen Belastung beim Auswerfen. Für die obere Verbindung reichen normale Wirbel aus. Aber aufgepasst: diese Wirbel vergammeln im Seewasser relativ schnell. Darum öfters durch neue Wirbel ersetzen.
Haken
Wir verwenden ausschließlich Haken mit Öse, um eigene Vorfächer zu knüpfen. Es gibt natürlich jede Menge Vorfächer mit entsprechenden Haken zu kaufen. Aber diese sind in der Regel viel zu lang und teuer. Desweiteren müssen auch Haken regelmäßig ausgetauscht werden.